Coronavirus: Durchführung der Deutschen Meisterschaften (Kleinboot)/Leistungsüberprüfung für Junioren und Juniorinnen und der 1. Internationalen DRV-Junioren-Regatta in München unter Vorbehalt

Regatten durchführen oder nicht? Die sprunghafte Verbreitung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 stellt Regattaveranstalter weltweit vor eine schwierige Entscheidung. Die FISA teilte am 10. März mit, dass die World Rowing Cups I und II in Sabaudia und Varese sowie die europäische olympische und paralympische Qualifikationsregatta in Varese und die finale paralympische Qualifikationsregatta in Gavirate ersatzlos ausfallen werden. Auch Regatta München e.V. stellt die Gesundheit und Sicherheit von Athleten, Trainern, Helfern, Zuschauern und allen weiteren an der Organisation seiner Regatten beteiligten Personen an erste Stelle.

In enger Absprache mit den kommunalen und Landesbehörden sowie dem Deutschen Ruderverband beobachtet Regatta München die Entwicklung der Pandemie und schließt eine Absage der Deutschen Meisterschaften (Kleinboot) mit der Leistungsüberprüfung für Junioren und Juniorinnen A und Para-Rudern (17.-19. April) nicht aus. Gleiches gilt für die 1. Internationale DRV-Junioren-Regatta (9.-10. Mai). Regatta München empfiehlt daher allen Vereinen, ihre Reiseplanungen so vorzunehmen, dass Stornos möglich sind.

Der Freistaat Bayern ist dem Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gefolgt und hat Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen ab sofort untersagt. Für Veranstaltungen mit 500 bis 1.000 Personen empfiehlt die bayerische Staatsregierung die Absage, jeweils nach Rücksprache mit den Behörden. Diese Maßnahme soll zunächst bis zum 19. April gelten und wird dann gegebenenfalls verlängert.

Die Kleinbootmeisterschaft fällt in den kritischen Zeitrahmen, erreicht jedoch nicht die Größe, bei der eine Durchführung von vornherein untersagt ist. Umgekehrt bei der Junioren-Regatta: Hier liegen die Teilnehmerzahlen kritisch hoch. Durch den späteren Veranstaltungstermin könnte hier die Chance bestehen, dass eine Durchführung wieder möglich ist.

„Die aktuelle Entwicklung der Fallzahlen und die Einschätzung der Politik zeigen, dass eine Verbesserung der Lage nicht in Sicht ist. Daher bleibt das Risiko bestehen, dass wir die Regatten absagen müssen“, kommentiert Oliver Bettzieche, Vorstandsvorsitzender von Regatta München e.V. „Uns liegt die Sicherheit aller Beteiligten am Herzen – und ebenso der Wunsch der Sportler, den Erfolg ihres harten Trainings einfahren zu können. Hier werden wir uns die Entscheidung keinesfalls leicht machen. Unter dem Strich wird Gesundheit jedoch immer vorgehen.“

Für die Kleinbootmeisterschaft werden wir in den nächsten Tagen klären, ob die zuständigen Behörden einer Durchführung zustimmen. Die Durchführung der Junioren-Regatta bleibt unter Beobachtung. Wir rechnen mit einer Entscheidung bis Anfang April. Neben einer Komplettabsage ist auch denkbar, die Regatten in minimiertem Umfang stattfinden zu lassen. Auch hier steht Regatta München e.V. im Austausch mit dem DRV, um alle Möglichkeiten auszuloten. Bis zur Klärung bleibt das Meldeportal für beide Regatten vorläufig geschlossen.

Die Entscheidung über die Durchführung der Regatten wird hier veröffentlicht, sobald eine abschließende Bewertung möglich ist.

Von den aktuellen Entwicklungen und Überlegungen zunächst nicht betroffen sind die beiden Events im Juni (Süddeutsche Meisterschaften im Kanu-Rennsport) und Juli (Euro Masters Regatta).